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Wo-Bleibt-Der-Bus? - Dieser Satz hat mein Leben verändert.

Vor etlichen Jahren, ich war eine alleinerziehende Mutter, zweier - mittlerweile erwachsener - Töchter, Hausfrau und nebenbei voll berufstätig als Krankenschwester, erst im Nachtdienst, später dann im OP, wo mein Arbeitskollege mit dem Satz „Wo bleibt der Bus...?" mich aus meinem gewohnten Trott warf.

Die Macher dieser Website: Angelika & Michael

Es war kurz vor Feierabend, auf meinem Plan für den weiteren Tagesverlauf standen so unspektakuläre Programmpunkte wie:

Kinderarzttermin wahrnehmen,

einkaufen gehen,

Haushalt versorgen,

mit den Kindern spielen usw. usw.

Und dann so etwas. Tausend Gedanken rasten gleichzeitig durch meinen Kopf. Einige davon waren:

"Was mache ich, wenn auf der A1 ein schwerer Unfall passiert ist? Ich muss länger arbeiten, das steht fest, aber wie kann ich dann mein Privatleben auf die Schnelle organisieren.

Wen kann ich anrufen, damit wenigstens die Kinder ihre nachmittäglichen Termine (Sportverein, Schulfreundin besuchen usw.) wahrnehmen können und nicht ganz ohne Aufsicht sind?

Alles andere lässt sich auf Morgen oder später verschieben. Ach nee, dass geht auch nicht. Da habe ich ja Bereitschaftsdienst und bin 24 - 32 Stunden gar nicht zu Hause, und die Oma muss ich auch noch abholen, damit sie sich morgen um die Enkelkinder kümmern darf, nein muss, denn ohne ihre Hilfe kann ich meinen Job vergessen."

Meine Zwei waren sehr selbständig und es gewohnt, dass ich immer später als sie nach Hause kam. Aber wenn ich dann daheim war, galt auch meine ganze Aufmerksamkeit nur ihnen, und ich nahm mir die Zeit um mit ihnen zu reden, zu spielen oder ihnen zu zu hören.

Panik in den Augen, da ja meine ganze Planung auf der Kippe stand, entschloss ich mich mit dem Gedanken - vielleicht ist es ja nur ein ganz kleiner Bus?- zur Offensive. „Welcher Bus?“, fragte ich, „wer hat ihn den angemeldet?“

Schallendes Gelächter meiner liebenswerten Arbeitskollegen drang an meine Ohren, sie konnten kaum aufhören zu lachen, und ich stand da wie blöd.

Ich verstand die Welt nicht mehr, konnte mir auf ihr Lachen überhaupt keinen Reim machen. Was hatte ich getan, gesagt? Harry hatte doch von dem kommenden Bus gesprochen, er musste doch wissen was ich meinte, er musste mir doch eine vernünftige Antwort geben können! Warum lachten die mich jetzt aus?

Als sich alle dann beruhigt hatten, bekam ich auch eine - wenn auch für mich verblüffende - Antwort auf meine Frage.

Meine Kollegen hatten ein Gespräch über anstehende Neuerungen in unserem Arbeitsalltag geführt, die uns alle betreffen würden und Harry hat gefragt: “Wo bleibt der Bus...?“ In dem Moment habe ich einfach nicht weiter zu gehört, sondern war schon in Gedanken bei meiner weiteren Tagesplanung, und habe dadurch die Fortsetzung nicht mehr mit bekommen:

„Wo bleibt der Bus... mit den Leuten, die das wirklich interessiert?“

Vorläufer dieser Website (Klassische Ansicht)

Seit diesem Satz bin ich ruhiger geworden, denke erst nach bevor ich mich aufrege, na ja meistens jedenfalls, und hebe meine Kraft, für die mir wichtigen Dinge im Leben, auf. Ich mache maximal noch einen privaten Termin pro Tag, kann zwischen wichtig und unwichtig unterscheiden und habe mir so einen kleinen Freiraum geschaffen.

Für mich wichtig sind meine Familie, meine Freunde, meine Tiere und die Welt in bzw. auf der wir heute leben, nebst ihren kleinen, wenig spektakulären Details.

Ich freue mich über einen Baum im Wald zu jeder Jahreszeit, ob er im Frühjahr zarte, grüne Blattknospen trägt, im Sommer einen schönen, schattigen Platz für mich bereit hält, im Herbst mit seinen bunt gefärbten Blättern aufwartet, oder sich seine Äste im Winter, unter der Last des Schnees, zur Erde neigen.

Es passieren so viele Dinge auf unserer Welt, die - wie meine Oma immer sagte - keinen Schuss Pfeffer wert sind, aber, aufgebauscht durch die Medien, in jedes Wohnzimmer Einzug halten. Und wir stehen da und können nichts daran ändern.

Jetzt sitze ich hier vor meinem Computer und grüble darüber nach, was ich hier eigentlich mache. Im Grunde möchte ich nur eine so genannte Hausseite ins Internet stellen, um mit anderen Menschen Kontakt auf zu nehmen, die genau so wie ich, das Gefühl haben, einfach nur durchschnittliche, halbwegs intelligente und ganz alltägliche Bewohner unseres Landes, sprich unserer Welt, zu sein.

Also:

"Wo bleibt der Bus mit den Leuten, die das wirklich interessiert?"

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